Expositie Everything you always wanted to know about Toilets*


Was Sie schon immer über Toiletten wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten.


19 Mai t/m 19 November 2017 details ansehen »
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Jeder muss es und jeder tut es: sich erleichtern, oder zur Toilette gehen. Wir setzen uns dabei hin, oder bleiben stehen, erledigen unser Geschäft und spülen durch. Wir waschen und trocknen unsere Hände, verlassen die Toilette und fahren fort mit dem, womit wir uns davor beschäftigt haben. Was mit dem Ergebnis passiert ist, darüber denken wir lieber nicht nach. Unser Toilettenbesuch ist eine Selbstverständlichkeit. Unsere Toilette ist „fertig“. Aber ist das wirklich so? Wie ist unser Sanitär eigentlich zustande gekommen? Wer hat sich welche Lösungen ausgedacht und vor allem warum? Und wozu? Und wie sieht die Toilette von morgen aus?

Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Designmanifestation Everything You Always Wanted to Know About Toilets, But Were Afraid to Ask („Was Sie schon immer über Toiletten wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten“). In dieser gleichnamigen Ausstellung zeigen wir, wie das – nach Essen, Trinken und Atmen – elementarste Bedürfnis des Menschen von den unterschiedlichsten Designformen unterstützt wird. Aspekte von Hygiene und Umwelt kommen zur Sprache – z. B. die Beziehung zwischen Gesundheit und Stuhlgang, der Einsatz von Spülwasser und Recycling von Fäkalien, oder Themen wie Scham, Privatsphäre und Luxus und wie diese sich auf das Design von Toilette und Toilettenraum auswirken. Und wir erzählen, warum wir uns auf Reisen oder im Café mit viel weniger zufrieden geben.

Diese Manifestation verkörpert das Wesen des Cube design museum. Anhand von erkennbaren Objekten stellen wir einem breiten Publikum industrielle, gesellschaftliche und soziale Lösungen für relevante Probleme im Sanitärbereich vor. Wir schaffen dadurch nicht nur das Bewusstsein über die Notwendigkeit von Hygiene, sondern geben auch Denkanstöße über Toilettenangelegenheiten damals, heute und in Zukunft – indem wir Fragen stellen und zeigen, wie es einst war, wie es heute ist und wie es künftig sein kann – hier, aber auch andernorts auf der Welt. Die Welt braucht von Wissenschaftlern und Designern entwickelte Sanitärlösungen, denn weltweit fehlt anderthalb Milliarden Menschen der Zugang zu einer tauglichen Toilette.

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Bron video: SCA, Youtube.  

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Thema's Everything you always wanted to know about Toilets*

In sechs Themen erzählt die Geschichte der Toilette, in Bezug auf die Verwendung um defecate und urinieren, die sich wandelnden Vorstellungen über Hygiene und die Sorge um die Umwelt. Der Schwerpunkt bei der Behandlung dieser verwandten Entwicklungen auf dem Westen gerichtet, aber es wird auch zu anderen Kulturen Reisen sein, die aufgetreten oft eine andere Entwicklung.

Der Blick in die Vergangenheit, in diesem Teil der Ausstellung genommen ist nicht nur ein nostalgischer Blick zurück, sondern auf die Gegenwart konzentrieren, den Drehpunkt für die Zukunft. Die Überprüfung verdeutlicht den aktuellen Stand der Dinge auf dem Gebiet der Hygiene, eine notwendige Bedingung einen Schritt in die Zukunft.

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Thema 1: Weggespült

Wir sind es gewöhnt: eine Toilette, etwas WC-Papier, ein Waschbecken... Wenn wir fertig sind, drücken wir auf den Spülknopf. Durchschnittlich zwei bis sechs Liter Wasser spülen unseren Haufen und unser Pipi weg. Deshalb suchen Forscher und Designer andere Möglichkeiten, wie man unsere Ausscheidungen verschwinden lassen kann. Zum Beispiel, indem man Spülkästen mit „Schmutzwasser“ füllt.

Das ist jedoch einfacher gesagt als getan. Die Zu- und Abfuhr von nicht trinkbarem Wasser in unsere Toiletten erfordern ein zweites Wasserleitungssystem. Zudem müssen im Haus neue Leitungen verlegt werden. Gute Alternativen sind Wiederverwendung und Einschränkung des Spülwassers, entweder durch Weiterverwendung (Rezirkulation) oder durch Spülunterbrechung. Mittlerweile sind die meisten Spülkästen mit zwei Druckknöpfen ausgestattet: einer für das große und einer für das kleine Geschäft.

In vielen Ländern gibt es keine Wahl zwischen Wasserspülung oder einer alternativen Art der Entsorgung von Fäkalien. Noch immer verfügt ein Großteil der Weltbevölkerung nicht über Sanitäranlagen wie wir sie kennen. Oft fehlen Kanalisation und eine ständige Wasserversorgung gänzlich. In dem Fall verwendet man schon gar kein Trinkwasser, um seine Ausscheidungen wegzuspülen.

Thema 2: Menschlicher Dung

Mangels einer Kanalisation war es viele Jahrhunderte lang üblich, Exkremente in offenen Gewässern zu entsorgen oder sogar einfach auf die Straße zu kippen. Danach wurde das Jauchesystem eingeführt. „Jauche“ oder „Gülle“ bedeutet (menschlicher und tierischer) Kot. Vermischt mit Hausabfällen und Herdasche war sie ein ausgezeichneter Dünger. Die Jauchegruben wurden regelmäßig geleert.

Wer keine Jauchegrube hatte, tat seine Notdurft in eine Tonne oder Kotkiste. Sobald diese voll war, wurde sie von einem Abholdienst gegen eine kleine Vergütung geleert. Die Ankunft des Jauchewagens wurde entsprechend angekündigt. Franzosen brachten ihren Nachttopf nach draußen, wenn sie „gardez de l’eau“ hörten. Die Engländer machten daraus „the loo“. Der niederländische Ausdruck „Hab ich etwa mit dem Scheißeeimer geklingelt“ bedeutet, dass man keine Kritik will. Im Deutschen bedeutet der Ausdruck „zu Potte kommen“, dass man eine Tätigkeit abschließt oder zu Ende bringt.

Das viel hygienischere Wasserklosett war eine gute Lösung, stieß jedoch auch auf Kritik. Menschliche Exkremente hatten einen erwiesenen wirtschaftlichen Wert. Sie einfach wegzuspülen – mit Wasser! – war reinste Verschwendung. Mit der Erfindung des Kunstdüngers Ende des 19. Jahrhunderts hatten die Landwirte jedoch kein Interesse mehr an menschlichen Fäkalien. Ab den 1970er Jahren kamen vor allem in der westlichen Welt aus Umweltkreisen alternative Lösungen für die Entsorgung von Fäkalien auf Basis von Recycling. Diese Entwicklung ist noch in vollem Gange.

Thema 3: Hände waschen: davor und/oder danach?

Wir sind uns heute bewusst, dass Hygiene einen großen Einfluss auf unsere Gesundheit hat. Das war lange Zeit nicht der Fall. Man hatte zwar Ideen über böse Dämpfe und Gestank – z. B. bedeutet Malaria schlechte oder krankmachende Luft – aber erst nach aufsehenerregenden Entdeckungen auf dem Gebiet der Bakteriologie begann man Zusammenhänge wirklich zu begreifen. Übertragbare Krankheiten wie Cholera und Typhus, die ihre Opfer vor allem in dichtbesiedelten schmutzigen Elendsvierteln in größeren Städten forderten, wurden durch Bazillen verursacht.

Dies führte zu einer wahren Hygieneoffensive. Maßnahmen waren unter anderem die Entfernung von Exkrementen aus dem Straßenbild und die Einrichtung des Wasserklosetts im Haus. Das WC ersetzte unhygienische und krankmachende Einrichtungen wie die sogenannten „Secrete“, bei denen die Exkremente in eine Jauchegrube oder Tonne fielen. Mit Anlegen von Wasserleitungen und Kanalisation wurde unser Lebensraum noch frischer und insbesondere gesünder.

Das Fehlen hygienischer Sanitäreinrichtungen in Drittweltländern ist eine der Ursachen dafür, dass ansteckende Krankheiten, die hier schon seit langem verbannt sind, dort immer noch vorkommen. Lösungen sucht man besonders in kleinangelegten, auf lokale Gebräuche zugeschnittene und technisch einfache Einrichtungen wie z. B. stand-alone Toiletten. Schulungen über den Zusammenhang zwischen Gesundheit und Hygiene verhelfen auch zu einem besseren Verständnis.

Thema 4: Sitzen oder Hocken?

Genau wie in Frankreich wird in großen Teilen der mediterranen und östlichen Welt gehockt gedrückt. Manchmal liegen dem religiöse Reinheitsregeln zugrunde: In der Hocke vermeidet man schließlich am besten die Berührung mit unreinen Angelegenheiten. Es findet kein Kontakt zwischen Po und Brille und somit auch nicht mit dem Po des Vorgängers statt. Eine Hocktoilette ist zudem einfacher zu reinigen und kostengünstiger herzustellen.

Nach Ansicht vieler Mediziner ist die Hocke die natürlichste Haltung, um sich zu entleeren. Die Sitzhaltung verhindert nämlich eine geschmeidige Passage der Wurst, während beim Hocken der Knick im Darm verschwindet, die Pobacken auseinandergezogen werden und die Wurst fast wie von selbst herausfällt. Die Form einer Toilette hängt jedoch nicht nur mit körperlichen Angelegenheiten zusammen. Auch Gewohnheiten und Gewöhnung spielen eine Rolle.

Designer setzen bei ihren Entwürfen von Toiletten und allem, was dazu gehört, die Ergonomie ein – die Lehre vom Menschen in Bezug zu seiner Umgebung. Ausgangspunkt ist, dass ein WC in der Regel eine kleine Umgebung ist, in der auf bequemst mögliche Weise „etwas“ zurückgelassen werden muss. Eine komfortable WC-Brille, ein kleines Waschbecken, Toilettenrollenhalter und WC-Bürste sind genauso wichtig wie Form und Höhe der Toilettenschüssel. Vorteil unserer WCs ist, dass man sich entscheiden kann, ob man stehen, sitzen oder hocken will. Letzteres geht am besten, indem man die WC-Brille anhebt, den Türknopf festhält und... sich auf die Schüssel hockt.

Thema 5: Ich bin meine Toilette

Unterschiede in Wohlstand, Herkunft und Auffassungen spiegeln sich auch in unseren Toiletten wider. Das ist übrigens keine moderne Erscheinung. Früher hatten die Reichen luxuriöse Leibstühle in ihren Schlössern und Palästen. Heutzutage hat jeder eine moderne Variante des Wasserklosetts aus dem 19. Jahrhundert. Das sieht jedoch nicht überall gleich aus. Da gibt es WCs in tugendhaftem Weiß bis hin zu welchen in Lila oder Delfter Blau... Wasserklosetts kommen in allen Formen und Farben vor.

Auch die Einrichtung des Toilettenraums kann unterschiedlich ausfallen. Manchmal sind Toiletten erweiterte Badezimmer, mit goldenen Wasserhähnen, Bidets, doppelten Waschbecken, Stapeln Handtücher und Spiegeln in vergoldeten Rahmen. Manchmal sind Toiletten nur Toiletten – eine WC-Schüssel mit Spülkasten, ein kleines Waschbecken und eine WC-Bürste. Manche haben ein Bidet, andere ein WC mit angewärmter Brille, einige sitzen auf einer Edelstahlschüssel und schauen sich die Trockenblumen an der Wand an. Beim einen hängt seidenweiches, parfümiertes Toilettenpapier, beim anderen eine biologisch abbaubare WC-Rolle.

Die Toilette und die Einrichtung des Toilettenraums zeigen, wie wir im Leben stehen. Sie sagen etwas über uns aus, und sie sagen etwas über die Zeit aus. Im 16. Jahrhundert standen lose Sanitäreinrichtungen in der Küche oder im Schlafzimmer. Im 20. Jahrhundert hatten die meisten Wohnungen kleine Toilettenräume. Heutzutage betrachten wir das WC als einen einzurichtenden „Aufenthaltsraum“. Aber wie luxuriös wir diesen Raum auch immer einrichten: Wir gehen dort primär hin, um zwei Angelegenheiten zu „machen“: nämlich Aa und Pipi. Und eine Wurst bleibt eine Wurst, auch wenn sie in einer goldenen Toilette schwimmt, und Pipi bleibt Pipi, auch in einem knallroten Urinal.

Thema 6: Accessoires rund um die WC-Schüssel

Was sich eine ordentliche Toilette heutzutage nennt, verfügt über dekorative Elemente und Accessoires. Man findet dort Zeitschriften und Bücher, und an der Tür hängt ein Geburtstagskalender oder einer mit Sprüchen. Auf Fotos ist zu sehen, wo man alles war, und manchmal schmückt auch ein Poster der Lieblingspopgruppe die Wand. Um unsere schlechten Gerüche zu tarnen, gibt es zahlreiche Produkte, wie WC-Steine und Lufterfrischer in den verschiedensten Formen und Verpackungen.

WC-Steine verbreiten nach einer Spülung den Duft von Lavendel oder wilden Limonen in der Toilette. Deshalb hat dieser chemische Stoff oft die Farbe Grün, Lila oder Gelb – die Farben von Pflanzen, Obst und Blumen. Die Farben Blau und Rot kommen auch oft vor. Sie verweisen auf die Reinigungskraft. Und auf den Etiketten von Sprühflaschen sind die herrlichsten Blumensträuße abgebildet. Dennoch finden die meisten Menschen, dass diese Lufterfrischer stinken und schlecht für die Umwelt sind. Weihrauch oder elektrische Erfrischer sind gute Alternativen für die Aerosole.

Ob Accessoires wie Poster, Pinnwände und anderer Krimskrams zur Hygiene beitragen, ist fraglich. Gleiches gilt für den WC-Vorleger. Darauf wird getröpfelt und gestanden. Das mitgenommene oder zurückgelassene Buch oder Tablet wimmelt, ohne dass wir uns dessen bewusst sind, von Bakterien. Und wegen der vielen „Toilettenutensilien“ wird weniger sauber gemacht als eigentlich notwendig wäre. In einer kahlen Toilette hat man zwar nur Spaß von sich selbst, aber es ist dort auf jeden Fall sehr viel sauberer. Meistens jedenfalls...

Thema 7: Gerüche, Geräusche und Genieren

Man will gar nicht dran denken, zusammen mit anderen sein Bedürfnis zu erledigen. Der moderne Mensch erleichtert sich lieber in Abgeschiedenheit. Früher war das ganz anders. Die Römer saßen gemütlich beieinander in einer lavatrina, Lateinisch für Toilette. Ein chinesischer Ausdruck für „zur Toilette gehen“ ist qu kaihui, was wörtlich „in eine Versammlung gehen“ heißt. In den Niederlanden standen Latrinen oder Secrete im Hinterhof, nachts benutzte man den Nachttopf. Aber die Scham vor dem eigenen Gestank und der Ekel vor dem anderer sowie der zunehmende Nachdruck auf Hygiene führte zur Erfindung des Wasserklosetts: die Privattoilette im Haus.

Auf der eigenen Toilette kann man nach Herzenslust lautstark drücken, übelst stinken und sich hinterher in aller Ruhe das Kunstwerk ansehen, das man in die Glasur gedrückt hat. Unser Design vom Sanitär im Haus ist nämlich darauf abgestimmt, Scham möglichst zu vermeiden. Wir erleichtern uns hinter einer geschlossenen und am liebsten schalldichten Tür. Weil unsere Privattoilette auch von anderen Menschen – Familienmitgliedern, Freunden und Bekannten – benutzt wird, haben wir uns zahlreiche Lösungen ausgedacht, wie wir unsere schlechten Gerüche kaschieren können: WC-Steine, Lufterfrischer oder Duftkerzen.

In vielen öffentlichen Toiletten jedoch sind die Türen unten und oben offen. Man hört fremde Menschen hinter der Tür aus Spanplatte, und die fremden Leute hören einen umgekehrt natürlich auch. Sich ungestört erleichtern, ist nicht möglich. Auf der Arbeit ist es oft nicht anders. Dort sind Kollegen, die alles hören, riechen und sehen. Sie wissen, wer die Geräusche und Gerüche produziert hat, aber sie wissen auch, dass wir alle unser Bedürfnis erledigen müssen. Genau genommen ist es doch nichts, wofür man sich schämen müsste. Oder?

Thema 8: Herren - Damen

Öffentliche Toiletten oder WCs auf der Arbeit sind meistens klar nach Geschlechtern getrennt. Männer gehen auf die Herrentoilette, Frauen auf die Damentoilette. O weh, wenn man im falschen Raum landet. Aber diesen Irrtum begeht man nicht so leicht, denn ein Herren-WC unterscheidet sich klar von einer Damentoilette. Sieht man eine Reihe von Urinalen? Oder sind da nur Toiletten mit einer abschließbaren Tür? Wir wissen sofort, ob wir richtig sind.

Es werden schon seit langem Sanitäreinrichtungen entworfen, die die Gleichheit zwischen Mann und Frau beim Toilettenbesuch verwirklichen sollen. Im 17. Jahrhundert gab es das Bourdalou, ein transportables Damenurinal, das man in öffentlichen Räumen benutzen konnte. Heutzutage gibt es Urinbeutel und Urinierhilfen und genderneutrale Toiletten.

Es gibt auf diesem Gebiet noch so viel zu gewinnen. In Ländern wie Südafrika und Indien ist es für Frauen gefährlich, zur Toilette zu gehen. Das Risiko einer Vergewaltigung liegt dort immer auf der Lauer. Diese Frauen haben beim Kampf gegen sexuelle Gewalt mehr an einer sicheren als einer genderneutralen Toilette.

Thema 9: In keinem guten Geruch

Öffentliche Toiletten spiegeln nicht nur die sich wandelnden Einsichten über Hygiene und Gesundheit wider, sondern auch, welche Einstellung wir zum öffentlichen Koten und Urinieren haben. Im 19. Jahrhundert erschienen Urinale im Straßenbild. Von einfachen Pinkelbecken bis hin zu den stilvoll geschwungenen Amsterdamer Straßenurinalen. Diese wurden damals als erhebliche Verbesserung betrachtet. Die Pinkelbecken waren jedoch schwer zu reinigen und stanken. Allmählich wurden sie entfernt, wodurch man, wenn man mal dringend musste, auf Toiletten in der Gastronomie und öffentlichen Gebäuden angewiesen war.

Dieser Mangel regte Designer zum Entwurf von hygienischeren Einrichtungen an. Im letzten Jahrhundert erschienen in französischen Städten die „Sanisettes“, in denen man sein großes und kleines Geschäft erledigen kann. Diese Sanitäreinrichtung wird nach jedem Gebrauch vollständig gereinigt und desinfiziert, trocken geblasen und mit einem frischen Duft besprüht.

Vereinzelt begegnet man noch einem öffentlichen Urinal. Oft sind sie aus kulturellen oder architektonischen Gründen erhalten geblieben, manchmal basieren sie noch auf den antiken, stilvollen Vorgängern. In gut besuchten Vergnügungsvierteln findet man meistens noch eins, auch wenn es aus Kunststoff ist und nur vorübergehend aufgestellt wurde. Denn das Urinieren, und schon gar nicht das Koten, ist im öffentlichen Raum – abgesehen von Bahnhöfen und Cafés – nicht mehr Usus. Öffentliche Toiletten stehen bei uns zwar in keinem guten Geruch, sind jedoch in afrikanischen und asiatischen Ländern ein enormer Fortschritt.

Thema 10: Unterwegs aufs Klo

Wir fliegen, fahren und reisen mit dem Zug überall hin. Und manchmal entkommen wir ihm nicht – dem Bedürfnis zu urinieren, oder schlimmer noch, zu koten. Wenn man Glück hat, musste der Vorgänger nur urinieren. Zum Glück gibt es die Möglichkeit, unterwegs zur Toilette zu gehen.

Allmählich wurden Sanitäreinrichtungen für unterwegs entwickelt. Im Laufe des 19. Jahrhunderts bekamen einige Züge in der ersten Klasse Toiletten. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg bekam jeder Waggon ein WC. Heutzutage verfügt fast jeder Zug – mit Ausnahme einiger Nahverkehrszüge – über Toiletten. Alternativen wie der Urinbeutel fanden keinen Anklang. Passagiere haben einfach das Bedürfnis nach einer abschließbaren Toilette.

Für die Flugzeugtoilette brauchte es einiger chemischer Vernunft. In Kombination mit Wasserspülung werden die Ausscheidungen pulverisiert, während das gefilterte Schmutzwasser wieder als Spülflüssigkeit verwendet werden kann. Früher trugen Astronauten Windeln in ihren Anzügen. Heutzutage verfügen sie über moderne „Staubsaugertoiletten“, bei denen die Exkremente aufgesaugt, chemisch abgebaut und in Plastik gelagert werden.

Thema 11: Der gesunde Stuhlgang

Wir alle haben es manchmal: Durchfall. Oder Verstopfung. Und manchmal furzen wir auch etwas öfter als sonst. Aber meistens läuft alles wie am Schnürchen. Die Wurst gleitet geschmeidig in die WC-Schüssel, und das Pipi plätschert fröhlich ins Porzellan. Meistens ist das alles keine große Sache. Aber für viele Menschen sind Probleme mit Stuhlgang und Urinieren chronisch und somit sehr beschwerlich.

Es gibt eine Vielzahl an Hilfsmitteln, mit denen man diese Beschwerden lindern kann. Zu nennen sind da die Urinale und Bettpfannen damals, und heute die Inkontinenzwindeln und Stomas. Oder die Klistierspritze und Abführmittel von einst, die Stuhltransplantation und abgestimmten Ernährungsdiäten heute.

Wie Stuhl und Harn riechen, aussehen oder herauskommen, sagt etwas über unsere Gesundheit aus. Schauen Sie sich also um, bevor Sie spülen. Achten Sie auf die Farbe Ihres Harns. Viele Krankheiten können in einem frühen Stadium entdeckt werden, indem man seinen Stuhl oder Harn gegen das Licht hält. Das geht zurzeit nur im Labor. Mittlerweile arbeitet man jedoch an der Entwicklung von Toiletten, die mit Monitoren ausgerüstet sind, die den Stuhl und Harn testen und auf diese Weise die Gesundheit messen.

Unterstützt von:

Diese Ausstellung wird in Zusammenarbeit mit unseren Partnern realisiert: Design Indaba, Sulabh International Social Service Organisation en de World Toilet Organisation, und 

Wann?

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Everything you always wanted to know about Toilets*

  • 19 Mai t/m 19 November 2017

    Montag
    Während der Ferien (NL, in Südlimburg) und an Feiertagen geöffnet.
    Dienstag
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