Expositie Meat the Future


Die Zeit für eine Diskussion über die Zukunft von Fleisch ist angebrochen.


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Jetzt, wo die Weltbevölkerung auf 9 Milliarden Menschen im Jahr 2050 anwächst, wird es unhaltbar, Fleisch so zu produzieren und zu konsumieren, wie wir das bislang tun. Erderwärmung, Energieverbrauch, Tierkrankheiten und die erwartete weltweite Nahrungsmittelknappheit sind nur einige der Aufgaben im Bereich der Ernährung, die auf uns zukommen. Ganz zu schweigen von der viel diskutierten Tierquälerei in der Intensivtierhaltung. Werden wir mittelfristig nur noch Reis, Bohnen und Algenburger essen? Oder vielleicht Insekten?

Wissenschaftler erwarten, dass Zuchtfleisch eine nachhaltige und tierfreundliche Alternative für Fleisch bieten kann. Zuchtfleisch wird aus tierischen Zellen hergestellt, die in einem Bioreaktor zu einem Stück Fleisch hochgezüchtet werden. Die Niederlande sind führend bei der Entwicklung von Zuchtfleisch und der erste, in einem Labor gewachsene Hamburger wurde inzwischen bereits gebraten und verzehrt. Nichtsdestotrotz finden die meisten Menschen es noch keine attraktive Idee, Fleisch aus einem Laboratorium zu essen. Und das mit Recht, denn bevor wir feststellen können, ob wir überhaupt Zuchtfleisch essen wollen, müssen wir die Esskultur untersuchen, die damit verbunden ist.

We shall escape the absurdity of growing a whole chicken in order to eat the breast or wing, by growing these parts separately under a suitable medium.

 Winston Churchill, 1931

Der Gedanke ist verführerisch, dass wir mit tierlosem Fleisch die vertrauten Hamburger, Würste und Steaks nachahmen werden. Aber die In-vitro-Technologie verfügt auch über eine ganz eigene Potenz, die wir uns noch kaum vorstellen können. Die Ausstellung Meat The Future zeigt 30 Zuchtfleischgerichte, die möglicherweise in Zukunft auf unserem Teller liegen. Die Ausstellung ist als spekulatives Zuchtfleischrestaurant eingerichtet und in vier Bereiche unterteilt, in denen jeweils ein Thema untersucht wird, bei dem Zuchtfleisch eine Rolle spielen kann:

  1. Der Bedarf an nachhaltiger Produktion
  2. Die Vermeidung von Nahrungsmittelmangel
  3. Die Vermeidung von Tierquälerei
  4. Das Sammeln von besonderen neuen Esserfahrungen

Weil sich Zuchtfleisch noch in der Entwicklung befindet, können die Gerichte (noch) nicht zubereitet werden. Die Anzahl der Sterne bei jedem Gericht vermittelt einen Hinweis auf die technologische Machbarkeit: ein Stern bedeutet, dass das Gericht vorläufig noch nicht zubereitet werden kann. Gerichte mit fünf Sternen könnten heute schon produziert werden. 

Die gezeigten Gerichte wurden von einem Team von Köchen, Designern und Künstlern entwickelt, um die Potenz von Zuchtfleisch zu erkunden. Die Gerichte variieren von gestrickten Steaks bis hin zu Fleischobst. Sie sind einzigartig und köstlich, gelegentlich aber auch ungewöhnlich oder sogar makaber. Wir wollen nicht die Zukunft voraussagen, sondern vielmehr eine Skala an potenziellen Nahrungsprodukten und Esskulturen zeigen, die uns bei der Entscheidung helfen kann, welche Zukunft wir uns eigentlich wünschen. Vorerst wünschen wir eine schmackhafte Diskussion!

Koert van Mensvoort, Kurator Meat the Future.

Next Nature Network

Virtual worlds, printed food, living cities, wild robots – we’re so surrounded by technology that it’s becoming our next nature. How can we live in harmony with it? The Next Nature Network is a 21st century nature organization that wants to go forward – not back – to nature. We stir debates, create events, exhibitions, publications and products that bring biology and technology into balance. Because ultimately, we may not just have to save the pandas but the people too. Join us! on www.nextnature.nl.

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